Chrysanthemum-Hybride (Asteraceae) Chrysantheme

Die Gattung Chrysanthemum hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in Ost-Asien. Eine heimische Chrysanthemum-Art ist die Margerite. Die Garten-Chrysantheme wird in China seit über 3000 Jahren kultiviert.

Ihre köpfchenförmigen Blütenstände bestehen aus zahlreichen Zungen- und Röhrenblüten. Die Zungenblüten sind weiß oder in gelben, orangen bis rotvioletten Tönen gefärbt. Bei den Wildarten sind die zentralen Röhrenblüten meist gelb. Es gibt gefüllte und ungefüllte Sorten mit bisweilen bizarr gekrümmten Zungenblüten. Chrysanthemen sind klassische Herbstblumen. Im Palmengarten ist ihnen die jährlich wiederkehrende Ausstellung „Blumen des Herbstes“ gewidmet.

Dekorative Dahlie ’Pink Suffusion’ (Asteraceae) Dekorative Dahlie

Die Gattung Dahlia umfasst etwa 28 Wildarten. Sie stammen aus der Neuen Welt und ist von Mexiko bis Kolumbien heimisch. Es handelt sich um Pflanzen mit Wurzelknollen. Die Sprosse werden bei manchen Arten bis zu 9 m hoch und bleiben meist unverzweigt.

Es gibt zahlreiche Kultur-Sorten mit einfachen oder gefüllten Blüten in fast allen Farben außer Blau. Da die meisten nicht winterhart sind, müssen die Knollen vor dem ersten Frost ausgegraben und im Winter kühl, aber frostfrei, gelagert werden. Am Haus Leonhardsbrunn werden Dahlien in jährlich veränderten Kombinationen in einem Rondell gepflanzt.

>

Brugmansia-Hybride (Solanaceae) Engelstrompete

Wie auch andere Nachtschattengewächse sind Engelstrompeten stark giftig. Ihre glockenförmigen Blüten verströmen abends einen intensiven süßlichen Duft, durch den in ihrer Heimat Fledermäuse als Bestäuber angelockt werden.

Bis in den Herbst hinein entwickeln die Kübelpfanzen reichlich Blüten. Zum Winter werden sie zurückgeschnitten und überdauern die kalte Jahreszeit in der Gärtnerei des Palmengartens. Engelstrompeten stehen an verschiedenen Stellen im Palmengarten, so z. B. vor dem Eingang in das Mangroven-Haus des Tropicariums.

Canna indica ’Stadt Fellbach’ (Cannaceae) Indisches Blumenrohr

Der botanische Name ist etwas irreführend, denn das Blumenrohr stammt nicht aus Indien, sondern von den westindischen Inseln (Karibik) und aus dem tropischen Südamerika. Die verschiedenen Arten lassen sich gut kreuzen, so dass es zahlreiche Hybriden und Sorten gibt. Die kräftigsten werden bei guter Düngung bis 5 m hoch.

Die zu den Ingwerartigen gehörende Staude hat einen dicken, stärkehaltigen Wurzelstock. Dieser kann gegessen werden, aufgrund der zahlreichen Fasern muss er dazu aber lange gekocht werden. Ähnlich wie Dahlien müssen auch Canna-Wurzelstöcke vor dem ersten Frost aus dem Boden genommen und kühl, aber frostfrei überwintert werden.

>

Taxus baccata (Taxaceae) Eibe

Die Eibe ist ein tödlich giftiger Nadelbaum. Ungiftig ist nur der rote, fleischige Mantel, der den Samen umgibt. Nicht alle Exemplare tragen diesen Samenschmuck, denn es gibt männliche und weibliche Individuen.

Im Palmengarten wächst in der Nähe des großen Spielplatzes eine über 300-jährige Eibe (ein weibliches Exemplar), die in einer aufsehenerregenden Aktion im Jahr 1907 als Großbaum verpflanzt wurde. Für den Transport vom alten botanischen Garten am Eschenheimer Turm zum jetzigen Standort mussten die Oberleitungen der damals schon existierenden Straßenbahn abmontiert werden.

Selinum wallichianum (Apiaceae) Silge, Kashmirdolde

Viele Doldenblütler sehen sich ähnlich, da viele von ihnen doldige Blütenstände mit weißen Blüten bilden und mehrfach gefiederte Blätter entwickeln. Innerhalb der Familie gibt es viele Gewürzpflanzen wie Kümmel und Anis, aber auch zahlreiche attraktive Stauden.

Die aus Asien stammende Kashmirstaude gilt als einer der schönsten Doldenblütler. Sie bildet Blüten bis in den Herbst, wenn andere Apiaceen schon längstens verblüht sind. Die Staude wird bis 120 cm hoch. Ideal für die Kultur ist ein sonniger Standort mit durchlässigem Boden ohne Staunässe.

>

Etlingera elatior (Zingiberaceae) Fackelingwer

Das spektakulärste Ingwergewächs ist der Fackelingwer mit seinem flammend roten Blütenstand. Er kommt in Südost-Asien in Wäldern oder an Flussufern vor. Entdeckt wurde er um 1820 und bald darauf in die Kultur eingeführt.

Er wird heute in den Tropen der ganzen Welt als Zierpflanze kultiviert. Die zahlreichen gelb umrandeten Einzelblüten lassen an eine brennende Fackel denken. Er ist im Regenwald-Haus des Tropicariums ausgepflanzt.

Thunbergia mysorensis (Acanthaceae) Thunbergie

Dieser Schlingstrauch ist ein Verwandter der bei uns als einjährige Sommerpflanze gezogenen Schwarzäugigen Susanne (Thunbergia alata). Er ist in Südindien heimisch und kann mit seinen dünnen und elastischen Sprossen bis zu 10 m hoch klettern.

Wegen seiner auffälligen, bis zu einem halben Meter langen Blütentrauben ist er in den Tropen eine beliebte Zierpflanze. Die Einzelblüten sind bis zu 5 cm breit. Er rankt im Monsun-Passatwald-Haus des Tropicariums.

>

Musa coccinea (Musaceae) Rote Zwergbanane

Diese kleine Bananen-Pflanze stammt aus dem tropischen Südost-Asien. Sie wird nur bis 2 m hoch und lässt sich deshalb auch im Kübel als Zierpflanze halten. Die Staude entwickelt wie die Kultur-Banane einen Scheinstamm.

Die roten Blütenstände stehen aufrecht und werden von Vögeln aufgesucht. Im Gegensatz dazu sind die Blütenstände der von Fledermäusen bestäubten Bananen-Pflanzen dunkelpurpur gefärbt und hängen. Musa coccinea steht im Regenwald-Haus.

Stanhopea graveolens (Orchidaceae) Parfüm-Orchidee

Diese aus Mittelamerika stammende Orchidee produziert zur Blütezeit einen besonders intensiven Duft, der auf einem Gemisch aus ätherischen Ölen beruht. Männchen tropischer Prachtbienen sammeln diese Duftstoffe, um damit ihre Balzterritorien zu markieren.

Der Palmengarten verfügt über eine umfangreiche Orchideen-Sammlung. Abhängig von der Blütezeit werden verschiedene Orchideen-Arten in den Vitrinen des Tropicariums ausgestellt.

>

Lapageria rosea (Philesiaceae) Chilenische Wachsglocke

Lapageria ist eine Kletterpflanze aus dem Valdivianischen Regenwald Chiles. Ihre auffälligen wachsigen, roten Blüten enthalten reichlich Nektar, der den bestäubenden Vögeln angeboten wird.

Das im weiteren Sinne mit Lilien verwandte Gewächs ist die Nationalblume Chiles. Verschiedene Sorten sind in Kultur. Im Palmengarten ist sie im historischen Eingangs-Schauhaus sowie im Subantarktis-Haus zu sehen.

Impatiens morsei (Balsaminaceae) Springkraut-Art

Diese hübsche, aus China und Vietnam stammende Art wurde nach dem Entdecker und Sammler dieser Art, H. B. Morse (1855-1934), benannt. In den 1990er Jahren wurde dieses Springkraut unter den Sortennamen 'Secret Love' bzw. 'Velvetia' in den Handel eingeführt, obwohl es sich um eine Wildart handelt.

Sie zeichnet sich durch eine lange Blütezeit aus, was auch für viele andere Vertreter der Gattung Impatiens zutrifft, daher auch der Name „Fleißiges Lieschen“. Diese hübsche Art ist wieder aus dem Handel verschwunden und fast nur noch in Botanischen Gärten oder anderen Sammlungen zu finden. Sie steht im Nebelwald-Haus des Tropicariums.

>
Bildunterschrift

Portraitmode

Turn your phone